LEHRGANG

Kurzlehrgang Sensible Sprache

Sensible Sprache: Wie gehe ich mit rassistischen Begriffen in Texten um? Was ist der Unterschied zwischen Gendern mit Doppelpunkt und Gendern mit Sternchen? Auf welche Sprachbarrieren stoßen Menschen mit Behinderung? Wie gestalte ich Content inklusiv? Und wie reagiere ich auf einen Shit-Storm?

Bei der Arbeit mit Texten treten häufig Fragen rund um das Thema Diversität und Repräsentation von marginalisierten Gruppen auf. Finde deinen sicheren Umgang mit Sprache! 


Unser nächster Lehrgang startet im Februar 2024.


Sensible Sprache

Im Berufsleben von Texter:innen, Content Manager:innen und Lektor:innen zählt das Beherrschen einer authentischen, diskriminierungsfreien sensiblen Sprache längst zu einer notwendigen Qualifikation. Im Alltag fühlen sich viele Menschen aber noch unsicher im Umgang mit rassistischen Begriffen, der Repräsentation von Menschen mit Behinderung oder wie sie richtig gendern sollen.

Der Lehrgang „Sensible Sprache“ ist einzigartig im deutschen Sprachraum und richtet sich an Personen, die ihre Fähigkeiten in diesem Bereich schärfen wollen. Du lernst Lesestrategien eines Sensitivity Readings kennen, übst, mithilfe sprachwissenschaftlicher Methoden diskriminierende Begriffe zu erkennen und bekommst Best-Practice-Beispiele für den Arbeitsalltag mitgeliefert.

Wir glauben daran, dass die besten Vortragenden aus erster Hand sprechen können. Deshalb besteht unser Team aus Sprach- und PR-Expert:innen aus verschiedenen Communitys. Sie kennen die Herausforderungen und Fallstricke, die mit diskriminierungsfreier (Bild-)Sprache einhergehen, und teilen ihre wertvollen Erfahrungen und Erkenntnisse mit dir. Am Ende der Ausbildung stellst du dir nicht mehr die Frage „Was darf man noch sagen?“, sondern kannst mit deiner sprachsensiblen Toolbox die richtigen Worte finden und eine größere Zielgruppe abholen.

Unsere Inhalte:

Sprache & Antirassismus 

  • Sensibilisierungstraining Antirassismus
  • Toolbox: Antirassistisches Sensitivity Reading
  • Landkarte rassistischer Wörter und Redewendungen sowie Alternativbegriffe
  • Stereotype Darstellungen von People of Color in Texten erkennen
  • Diskriminierende Bildsprache durchschauen

Inklusion durch Sprache

  • Ein modernes Verständnis von Behinderung – Disability Mainstreaming
  • Definitionen und Praxis: Behinderung, Inklusion, Ableismus
  • Wie sage ich jetzt? Sprache und Behinderung
  • Inklusives Storytelling

Queere Repräsentation

  • Begriffe rund um Gender und Sexualität
  • Sensiblisierungstraining zu Queer- und Transfeindlichkeit
  • Diskriminierende Aussagen und Darstellungen erkennen 
  • Best Practice

Gendern

  • Warum gendern? Das kann man ja nicht lesen! Einführung in geschlechtersensible Sprache
  • Autoren und Autorinnen, AutorInnen, Autor_innen, Autor/innen, Autor:innen oder Autor*innen? Variationen der gendersensiblen Sprache: Pro & Contra
  • Know-how: Methoden, Anwendungsbeispiele, Alternativen & Fehlerquellen
  • Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars? Geschlechterstereotype erkennen. Beispiele aus der Praxis

Übersetzen

  • Übersetzen als transformative Praxis
  • Einführung: Übersetzen als transformative Praxis Politisches Übersetzen aus dem Englischen ins Deutsche
  • Wie übersetzen? Selbst- und Fremdbezeichnungen von People of Color
  • Toolkit: Online-Ressourcen und Literaturvorschläge für die antirassistische Übersetzung

Content & Diversity

  • Wie kann in Content diskriminiert werden?
  • Diskriminierende Sprache in Medien
  • Relation vs. Headlines
  • Diverse Zielgruppenbildung
  • Entschuldigung oder Nonpology?

+ Praxistage mit Coaching!

Dauer:

3 Monate

29 Einheiten á 45 Minuten


Preis:

1.300 Euro


Anmeldung bis:

 12. Februar 2024


Zum Kurs:

Der Lehrgang findet vor Ort bei Goldegg Training statt, es kann alternativ auch online teilgenommen werden. Wenn diesbezüglich Interesse besteht, bitten wir dich, uns dies mitzuteilen.


Benefits:

  • Ausbildung mit Zertifikat
  • Tools für ein effektives Sensitivity Reading
  • Professionalisierung im Lektorat und
    Content Managment
  • Basis für ein Netzwerk in der Branche

Achtung!

Um das Zertifikat zu erhalten, muss die abschließende Prüfung positiv absolviert werden, sowie eine Anwesenheit von 75% erreicht sein. 

Der Kurzlehrgang kann alternativ mit einer Teilnahmebestätigung (ohne Zertifikat) abgeschlossen werden.



Termine:

  • 15. Feb. 2024: Kick-off
  • 22. Feb. 2024: Sprache und Anti-Rassismus
  • 29. Feb. 2024: Gendern
  • 07. Mär. 2024: Inklusion durch Sprache
  • 14. Mär 2024: Übersetzen
  • 21. Mär. 2024: Queere Repräsentation
  • 04. Apr. 2024: Content & Diversity
  • 11. Apr. 2024: Praxistag mit Coaching
  • 18. Apr. 2024: Praxistag mit Coaching
  • 25. Apr. 2024: Prüfung (online)

Inhouse:

Sehr gerne bieten wir sowohl den kompletten „Sensible Sprache“ Kurzlehrgang als auch einzelne Module interessierten Unternehmen, Vereinen, Einrichtungen in ihren eigenen Räumlichkeiten an,  für weitere Infos und Angebote einfach mit uns Kontakt aufnehmen:


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Unsere Vortragenden:

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Minitta Kandlbauer

MELANIE KANDLBAUER

KICK-OFF & PRAXIS

Melanie Kandlbauer (sie/ihr), BA BA, ist Bildungswissenschaftlerin, Antirassismustrainerin und Mitherausgeberin des Werkes „War das jetzt rassistisch?“. Sie hält Zivilcourage- & Argumentationstrainings sowie Antidiskriminierungs- und Empowermentworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Unter anderem arbeitete sie als Antirassismustrainerin für verschiedene Universitäten, Unternehmen wie die Wiener Linien und NGOs wie Amnesty.

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Lena- Katharina Krausz

MINITTA KANDLBAUER

SPRACHE & ANTIRASSISMUS

Minitta Kandlbauer (sie/ihr), geboren 1995, ist Germanistin mit Schwerpunkt Sprache und Rassismus. Sie ist als Fotografin und Buchgestalterin in der Verlagsbranche tätig. Nach Abschluss des Masterstudiums „Deutsche Philologie“ an der Uni Wien studierte sie Buchgestaltung an der NDU. Sie ist Mitherausgeberin des Sachbuchs „War das jetzt rassistisch?“ (Leykam 2022) und berät Verlage und Unternehmen als antirassistische Sprachexpertin. Als Fotografin arbeitet sie eng mit NGOs und aktivistischen Vereinen zusammen und stellt marginalisierte Gruppen in den Vordergrund ihres künstlerischen Schaffens.

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Minitta Kandlbauer

TANJA RAICH

GENDERN

Tanja Raich (sie/ihr), 1986 in Meran (Italien) geboren, lebt als Autorin und Lektorin in Wien. Tätigkeit als Jurorin für diverse Preise und Stipendien, u. a. beim Open Mike und Franz Tumler Preis. 2015 initiierte sie eine neue Literaturreihe bei Kremayr & Scheriau mit Fokus auf deutschsprachige Debüts, wo sie bis 2020 als Programmleiterin und Lektorin tätig war. Derzeit leitet sie das Literatur- und Kinderbuchprogramm beim Leykam Verlag. Zuletzt erschienen: „Jesolo“ (Blessing 2019), „Das Paradies ist weiblich“ (als Herausgeberin, Kein & Aber 2022), „Schwerer als das Licht“ (Blessing 2022).

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Minitta Kandlbauer

DAPHNE NECHYBA

ÜBERSETZEN

Daphne Nechyba (sie/ihr) ist Übersetzerin für die Sprachen Deutsch, English und Spanisch. Im Zuge ihrer aktivistischen Tätigkeit hat sie eine Sensibilität für antirassistische Sprachpraktiken entwickelt, wodurch sie ihre Begeisterung für Sprachen und soziale Gerechtigkeit vereinen konnte. Unter anderem hat sie Werke von bell hooks (Suhrkamp Verlag) und Patricia Hill Collins (Unrast Verlag) aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt sowie auch einen Gedichtband der costa-ricanischen Poetin und Aktivistin Shirley Campbell Barr (hochroth Verlag). Daphne ist fest davon überzeugt, dass Sprache eine transformative Kraft besitzt, und setzt sich dafür ein, dass diese innerhalb der Übersetzungspraxis ebenso zur Geltung kommt.


(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Minitta Kandlbauer

MARIYAM MALIK

QUEERE REPRÄSENTATION

Mariyam Malik (they/them) ist Soziolog*in, Trainer*in und Kunstvermittler*in. Die wissenschaftliche, künstlerische und pädagogische Praxis basiert auf machtkritischen Perspektiven und dem Einbezug von Erfahrungswissen aus der eigenen postmigrantischen, queeren und klassismuskritischen Positionierung. Mariyam beschäftigt sich damit, wie solidarische (Lern-)Räume aufgebaut werden und zur Transformation beitragen können.

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: Minitta Kandlbauer

HEIDEMARIE EGGER

INKLUSION DURCH SPRACHE

Heidemarie Egger (sie/ihr) ist Expertin und Trainerin für inklusive Öffentlichkeitsarbeit und Frauen mit Behinderungen. Seit 2023 verantwortet sie die Öffentlichkeitsarbeit des Unabhängigen Monitoringausschusses zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Von 2018 bis 2022 gestaltete Heidemarie Egger die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Österreichischen Behindertenrates. Sie ist ehrenamtliche Leiterin des Kompetenzteams Frauen mit Behinderungen im Österreichischen Behindertenrat. Seit 2022 unterstützt sie als Vorstandsmitglied den Verein NINLIL – Empowerment und Beratung von Frauen mit Behinderungen. Nach dem Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften in Klagenfurt arbeitete sie bei Career Moves, einer Jobplattform für Menschen mit Behinderungen. Aus Career Moves entstand die Unternehmensberatung myAbility. Heidemarie Egger startete dort das DisAbility Talent Programm (Karriereprogramm für Studierende mit Behinderungen). In ihrer fünfjährigen Tätigkeit als Obfrau der Marfan Initiative Österreich sammelte Heidemarie Egger Erfahrungen in der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen.

(c) Minitta Kandlbauer, Sensible Sprache

Fotocredit: 

SASKIA HÖDL

CONTENT & DIVERSITY

Saskia Hödl (sie/ihr), geboren 1985 in Wien, ist Journalistin und Autorin. Sie hat Journalismus und Medienmanagement in Wien studiert, bevor sie 2013 zur taz nach Berlin ging. Dort arbeitete sie als Volontärin, dann als Redakteurin und als freie Berlin-Korrespondentin für die Wiener-Zeitung, bevor sie Anfang 2019 die Ressortleitung des Gesellschaftsressorts „taz zwei & Medien“ übernahm.

Seit Sommer 2022 lebt sie wieder in Wien, wo sie nun über Politik, Gesellschaft, Kultur und Medien schreibt. Ihre Kolumne „Kinderspiel“ erscheint in der taz und ihre Kolumne „Staatsoper“ auf tageins.at. Als Dozentin unterrichtet sie Journalismus und gibt Workshops zum Thema Antirassismus. Im April 2022 hat sie den Spiegel-Bestseller „Steck mal in meiner Haut“ veröffentlicht, ein Kindersachbuch, in dem es um Antirassismus und Empowerment für alle Kinder und deren Bezugspersonen geht.


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