Lektorat 3: Dramaturgie in der Belletristik


Narrative Werkzeuge in der Belletristik: emotionale Motive, Figurenentwicklung, Dialoge, Strukturen

Was braucht eine Geschichte, um uns zu berühren und emotional zu überzeugen? Wie schafft man glaubwürdige Figuren?
Dramaturgie ist das Handwerkszeug in der Belletristik: Lernen Sie in diesem Seminar die ungenutzten Potentiale eines Manuskriptes zu erkennen und auszuschöpfen.

Inhalte:

Dramaturgie im Lektorat

In belletristischen Texten erkennen wir inhaltliche Mängel oft sehr intuitiv. Wenn es dann darum geht, diese ersten Eindrücke in Argumente zu verwandeln, um sie im AutorInnengespräch zu präsentieren, sind passende Werkzeuge gefragt.

In diesem Seminar erarbeiten wir, wie die in der Drehbucharbeit beim Film seit langem gängigen dramaturgischen Analysewerkzeuge in der Belletristik angewandt werden können. Wir sprechen darüber, wie man damit ungenutzte Potentiale von AutorInnen heben kann, und ihnen konstruktiv beim „Übersetzen“ ihrer Ideen hilft. Wir beschäftigen uns mit den Grundlagen der klassischen Dramaturgie, und welche Tools bei der Analyse von Romanstoffen helfen.

Themen:

1. Die Grundlagen der Dramaturgie I: Figuren, emotionales Thema

Viele Geschichten ziehen ihre Stärke aus interessanten, dreidimensionalen Figuren. Welche Hilfestellungen man AutorInnen geben kann, um solche zu erschaffen, steht im Mittelpunkt der ersten Seminareinheit. Außerdem beschäftigen wir uns mit dem emotionalen Thema eines belletristischen Stoffes. Motive wie „die Suche nach Anerkennung“, oder „Konflikt zwischen Kontrolle und Freiheit“ können eine Figur auf emotional eingängige Weise vorantreiben. Wie man ein emotionales Thema effektiv zur emotionalen Bindung der LeserInnen einsetzt, ist neben der Arbeit an den Figuren ebenfalls Thema der ersten Seminareinheit.

2. Die Grundlagen der Dramaturgie II: Struktur, Handlung, Dialoge

Wer an Dramaturgie denkt, hat schnell den Begriff „Heldenreise“ im Kopf. Aber was ist das eigentlich genau, und wie wendet man sie in der praktischen Arbeit an? Was tut man, wenn eine Geschichte in einem ganz anderen Gewand als das herkömmliche Strukturschema daherkommt? Und welche dramaturgischen Kniffe gibt es, um starke Spannungsbögen zu erzeugen?

3. „Wie sag ichs meinem Kinde?“: die praktische Umsetzung

Hier beschäftigen wir uns mit verschiedenen Werkzeugen, die helfen, AutorInnen konstruktiv zu unterstützen: Das strukturelle Breakdown zur Visualisierung der Handlung, die Anwendung von Storynotes, und das Führen eines konstruktiven AutorInnengesprächs stehen im Mittelpunkt der letzten Seminareinheit.

Ihr Karrierenutzen:

  • Weiterbildung für den Beruf als LektorIn
  • Kompetenz bei der Analyse und Strukturierung von belletristischen Texten
  • Unterstützung beim Ausschöpfen des vollen Potentials eines Manuskriptes
  • Bessere Argumentation bei der Arbeit am dramaturgischen Feinschliff
  • Erweiterung des Angebotes für AutorInnen

Zielgruppe:

LektorInnen, VerlagsmitarbeiterInnen, AutorenberaterInnen, GhostwriterInnen

Vortragende:

Ines Häufler – Filmdramaturgin, Storytelling- und Drehbuchberaterin, Autorin

Dauer:

3 Halbtage = 12 UE

Nächster Termin:

11.01.2019 von 14:00-18:00
18.01.2019 von 14:00-18:00
25.01.2019 von 14:00-18:00

Ort:

Goldegg Training, Mommsengasse 4/2, 1040 Wien

 

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