Der richtige Buchtitel – die besten Tipps zur Titelfindung

In der Buchhandlung werden rund zwei Drittel der Kaufentscheidungen vom Cover beeinflusst. Knapp ein Drittel bewirkt der griffige Titel und nur die restlichen wenigen Prozent ergeben sich aus dem Inhalt.

Ein gelungener Buchtitel sollte drei wichtige Kriterien erfüllen:

 

  1. Sensation: Der Titel sollte schließlich in der Flut der Millionen Bücher auffallen.

  1. Emotion: Kaufentscheidungen werden zum überwiegenden Teil auf der emotionalen Ebene getroffen. Mit einem Titel können wir mentale Dissonanz erzeugen, indem wir Gefühle ansprechen, die man bei dem Betreten einer Buchhandlung in der Regel nicht hat (wie z.B.: Angst, Schrecken, Lust, Liebe, Glück, Trauer, Mitgefühl, Neid, Ekel, Wut, etc.). Unsere Welt gerät in ein Ungleichgewicht, wenn wir plötzlich solche Gefühle empfinden, daher wollen wir dem Missstand auf den Grund gehen.
  1. Exklusivität: Der Titel muss einen Inhalt versprechen, den wir nur in diesem Buch finden können, nicht im Fernsehen oder Internet und auch nicht in anderen Büchern.

 

Darüberhinaus gibt es einige Stilmittel durch die Sie Ihren Titel noch zugkräftiger und interessanter gestalten können:


Faustregel zu Titel/Untertitel:
Der Titel hat das Herz des Buches und sollte uns emotional ansprechen, der Untertitel – so es einen gibt – das Hirn. Über emotionale Mechanismen sind wir in der Lage in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen zu treffen. Dadurch können wir die Aufmerksamkeit des Lesers erregen. Das rationale Gehirn braucht etwas länger, um einen Sachverhalt zu prüfen und eine entsprechende Entscheidung zu treffen.

 

Persönliche Ansprache: Wenn Sie den Leser im Buchtitel persönlich ansprechen, erhöht sich die Chance, dass das Buch wahrgenommen wird.

 

Appelle und Fragen: Aufrufe erreichen uns eher als einfache Aussagen. Auch durch Fragen können wir eine mentale Dissonanz erzeugen, da eine Antwort offenbleibt. Wer beantwortet jetzt diese Frage?

 

Alliterationen, Reime und Rhythmus: Durch diese Stilmittel wird die Merkbarkeit eines Titels gesteigert. Auch die Kombination von drei, möglichst ähnlich klingenden Worten kann einen interessanten Titel ergeben.

Beispiele:

  • Burgen, Bunker, Bollwerke
  • Darm mit Charme

 

Fremdsprachige Titel: Wenn wir fremdsprachige Titel verwenden, muss uns bewusst sein, dass wir damit das Denken des Betrachters eine bestimmte Richtung lenken – hier werden auch kulturelle Klischees genutzt. Englisch ist heute beinahe für jeden lesbar, Italienisch und Französisch sollte nur in Bruchstücken verwendet werden. In jedem Fall sollte insbesondere ein fremdsprachiger Titel simpel gehalten werden.

 

Paradoxe Kombinationen: Solche Titel machen uns neugierig, auch hier wird eine Dissonanz erzeugt die komisch wirken kann und unsere Aufmerksamkeit erregt.

Beispiele:

  • Das stumme Orchester
  • Wenn Du es eilig hast, gehe langsam

 

Begriffe von aktuellem Interesse nutzen: Eine einfache Methode die Präsenz bestimmter Ausdrücke in der Bevölkerung zu prüfen sind Suchmaschinen. Mit dem Keyword-Planer von Google Adwords lässt sich beispielsweise feststellen, welche Begriffe und Begriffskombinationen zu einem Thema derzeit am meisten gesucht werden.

 

Ist ein Titel gefunden sollte natürlich noch überprüft werden, ob es ihn bereits gibt? Im VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) kann nach Titeln gesucht und unter www.vlb.de geprüft werden, ob es diesen Titel derzeit am Markt gibt.

Wird der Titel im VLB nicht gefunden, heißt das nicht, dass es kein urheberrechtlich geschütztes Werk dieses Titels gibt, sondern nur dass es derzeit nicht lieferbar ist. Eine weitere Quelle ist das Zentralverzeichnis antiquarischer Bücher, das von AbeBooks betrieben wird. Unter www.zvab.com kann unter Büchern gesucht werden, die es im regulären Handel nicht mehr gibt.

Neben den bereits vorhandenen Titeln müssen auch geplante Bücher beachtet werden. Herausgeber von Büchern haben das Recht, bis zu einem halben Jahr im Voraus eine Titel durch eine „Titelschutzanzeige“ schützen zu lassen. Diese Anzeigen werden im Börsenblatt bzw. Titelschutzanzeiger geschaltet.

 

Wer sich Inspirationen holen möchte, kann sich unter http://www.buchtitelgenerator.de/ einfach ein paar Titel generieren lassen… 🙂

 

Quelle: „Beststeller! – Wie sie Ihr Buch zum Erfolg pushen“, Goldegg Verlag 2015
Autoren: Elmar Weixlbaumer, Monika Paitl

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