Binde- oder Gedankenstrich?

Binde- oder GedankenstrichEin sehr häufiger Fehler in Texten ist die falsche Verwendung der Satzstriche. Die Typografie unterscheidet dabei verschiedene: den Achtel-, Viertel- und Halbgeviertstrich sowie den Geviertstrich und das Minus. Das klingt für viele auf den ersten Blick verwirrend, dazu kann man aber gleich vorwegnehmen, dass in der deutschen Sprache eigentlich nur zwei von Bedeutung sind – nämlich der Viertel- und der Halbgeviertstrich. Die korrekte Verwendung der beiden ist nicht schwer, birgt aber trotzdem ein großes Potenzial für Fehler.

Der Viertelgeviertstrich ist das, was bei den meisten als Bindestrich bekannt ist und auf den meisten Computern und Betriebssystemen eine eigene Taste auf der Tastatur belegt. Ganz grob gesagt kann man ihn als verbindendes Element bezeichnen, denn seine hauptsächliche Aufgabe ist die Verbindung von Satz- und Wortteilen. Wichtig: Der Bindestrich steht nie zwischen zwei Leerzeichen und ist kurz.

Der Halbgeviertstrich – auch als Gedankenstrich bekannt – ist nicht ganz so leicht einzufügen wie der Bindestrich und wird deshalb oft aus Bequemlichkeitsgründen durch einen Bindestrich ersetzt. Seine Aufgabe umfasst die Trennung von Satzteilen und einzelner Wörter. Er ist fast immer von Leerzeichen umschlossen und länger als der Bindestrich. Die Tastenkombination zum Einfügen: In Microsoft Word drücken Sie die Taste „Strg“ und die „Minus-Taste“ (rechts am Ziffernblock) bei Mac die Taste „alt“ in Kombination mit der „Minus-Taste“.

Der Geviertstrich, oft auch Spiegelstrich genannt, wird im Deutschen kaum verwendet, da er sehr lange ist.

Hier eine praktische Übersicht über die wichtigsten Regeln der Verwendung:

Bindestrich

  • Als Trennstrich am Ende einer Zeile: „Wir waren in die Schule ge- gangen.“
  • Als Ergänzung von Wortteilen: „Binde- oder Gedankenstrich“
  • Als Kopplungsstrich: „Ernst-Happel-Stadion“
  • Als Verbindung von Buchstaben, Zahlen und Wörtern: „das i-Tüpfelchen, 30-jährig“

Gedankenstrich

  • Erklärende Einschübe: „Wir gingen – obwohl wir uns nicht gut fühlten – zu einem Konzert.“ In Wortgruppen: „Enten – Bären – Tiger“
  • Gegenüberstellungen: „Wie sagt man „entweder – oder“ auf Englisch?“
  • Streckenstrich: „Wien – Linz“
  • Bis-Strich: „2016–2017“ (Achtung: hier keine umschließenden Leerzeichen laut Duden).
  • Als Pause in Texten: „Einmal umrühren – fertig!“

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